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KI in der Glaukom-Diagnostik: Nervenfaserschicht präziser vermessen

Redaktion Augenarzt Jobs3 min read

Auf dem DOC 2025 in Nürnberg zeigte Dr. Stephan Fröhlich, wie KI die Nervenfaserschicht so präzise wie nie vermisst und den Krankheitsverlauf beim Glaukom prognostiziert. KI wertet OCT- und Fundusbilder aus, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Sie ersetzt den Arzt nicht, sondern unterstützt ihn.

KI in der Glaukom-Diagnostik: Nervenfaserschicht präziser vermessen

Vortrag auf dem DOC 2025

Auf dem 37. Internationalen Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC), der vom 15. bis 17. Mai 2025 in Nürnberg stattfand, präsentierte Dr. Stephan Fröhlich aktuelle Anwendungen der künstlichen Intelligenz in der Augenheilkunde.

Präzisere Vermessung beim Glaukom

Fröhlich betonte, dass KI die Dicke der Nervenfaserschicht so präzise wie nie zuvor vermisst und den Krankheitsverlauf prognostizieren kann. Diese Information hilft Augenärztinnen und Augenärzten bei der Entscheidung, ob der Augeninnendruck aggressiver gesenkt werden muss.

Auswertung von OCT und Fundusbildern

Zur Analyse nutzt die KI OCT- und Fundusbilder, um pathologische Veränderungen zu identifizieren, bevor Symptome auftreten. Das System vergleicht die Aufnahmen mit tausenden Datensätzen. Auch bei der altersbedingten Makuladegeneration erkennt die KI Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut und unterstützt personalisierte Entscheidungen zum Zeitpunkt von Anti-VEGF-Injektionen.

Weitere Anwendungsfelder

In der Kataraktchirurgie analysieren moderne Systeme anatomische Messwerte wie Augenlänge und Hornhautkrümmung, um die optimale Auswahl von Premiumlinsen zu empfehlen. Zudem entwickeln Universitätskliniken KI-gestützte robotische Chirurgie für eine erhöhte Präzision an der Netzhaut.

Ärztliche Einordnung bleibt entscheidend

Fröhlich stellte klar, dass die KI die Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzt, sondern unterstützt. Das menschliche Urteil bleibt unverzichtbar.

Sources