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DOG 2026 in Berlin: Focus Sessions, OCT-Heimmonitoring und Nachhaltigkeit prägen das Kongressprogramm

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Der Jahreskongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2026 in Berlin setzt neue Akzente: Erstmals werden strukturierte Focus Sessions gemeinsam mit europäischen Fachgesellschaften veranstaltet, während OCT-Heimmonitoring als klinisch reifes Thema in den Mittelpunkt rückt. Ergänzend würdigt ein neu etablierter Nachhaltigkeitspreis Praxen und Kliniken, die ökologische Verantwortung in den ophthalmologischen Alltag integrieren.

DOG 2026 in Berlin: Focus Sessions, OCT-Heimmonitoring und Nachhaltigkeit prägen das Kongressprogramm

DOG 2026: Berlin als Treffpunkt der europäischen Augenheilkunde

Berlin wird im Herbst 2026 erneut zum Zentrum der deutschsprachigen und zunehmend auch der europäischen Ophthalmologie. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hat ein Kongressprogramm angekündigt, das inhaltlich wie strukturell neue Wege beschreitet. Im Fokus stehen die Intensivierung der europäischen Zusammenarbeit, die klinische Etablierung des OCT-Heimmonitorings sowie ein wachsendes Bewusstsein für nachhaltige Medizin.

Neue Focus Sessions mit europäischen Partnern

Eine der auffälligsten programmatischen Neuerungen sind die sogenannten Focus Sessions, die die DOG gemeinsam mit Partnergesellschaften wie der European Society of Ophthalmology (SOE) und weiteren nationalen Fachverbänden ausrichtet. Das Format sieht kompakte, thematisch geschlossene Einheiten vor, in denen internationale Expertinnen und Experten aktuelle Kontroversen, Leitlinienentwicklungen und Versorgungsrealitäten vergleichend diskutieren. Geplante Schwerpunkte umfassen unter anderem die Harmonisierung von Screening-Protokollen bei diabetischer Retinopathie sowie einheitliche Qualitätsstandards in der refraktiven Chirurgie. Für das Fachpublikum eröffnen diese Sessions die Möglichkeit, den eigenen klinischen Alltag im europäischen Kontext zu verorten.

OCT-Heimmonitoring: Von der Studie in die Praxis

Das OCT-Heimmonitoring gilt inzwischen nicht mehr als experimentelle Nischentechnologie, sondern als ernstzunehmende Ergänzung im Behandlungsmanagement chronischer Netzhauterkrankungen. Auf der DOG 2026 wird das Thema erstmals in einem eigenen Programmsegment gebündelt, das wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verlässlichkeit patientengeführter Messdaten, rechtliche Rahmenbedingungen sowie praktische Implementierungsmodelle für Schwerpunktpraxen zusammenführt. Diskutiert werden soll, unter welchen Voraussetzungen Heimdaten valide in klinische Entscheidungen einfließen können und wie Telemedizin-Strukturen eine qualitätsgesicherte Anbindung gewährleisten. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) ist laut Programmentwurf als Mitgestalter eingebunden, um praxisrelevante Aspekte der Abrechnung und Haftung nicht auszublenden.

Nachhaltigkeitspreis: Ophthalmologie trägt Verantwortung

Neu im Programm der DOG 2026 ist ein Preis für nachhaltige Augenheilkunde. Ausgezeichnet werden sollen Praxen, Kliniken oder Forschungseinrichtungen, die nachweislich ressourcenschonende Prozesse etabliert haben, sei es durch Reduktion von Einwegmaterialien im OP-Betrieb, CO2-bewusste Beschaffung oder innovative Konzepte zur Abfallvermeidung bei intravitrealen Injektionen. Die Ausschreibung richtet sich ausdrücklich an Einrichtungen jeder Größe. Damit reagiert die DOG auf eine breitere gesellschaftliche Debatte über den ökologischen Fußabdruck der Medizin, die im ophthalmologischen Fachbereich bislang vergleichsweise wenig strukturierte Aufmerksamkeit erhalten hat.

Rahmenprogramm und wissenschaftliche Posterschau

Abgerundet wird der Kongress durch eine erweiterte wissenschaftliche Posterschau mit Live-Präsentationsslots sowie ein Karriereforum, das sich gezielt an Weiterbildungsassistentinnen und Weiterbildungsassistenten richtet. Angeboten werden strukturierte Workshops zu Microsurgery-Grundlagen, zur Dokumentation nach aktuellen Anforderungen und zu Bewerbungsstrategien im klinischen und niedergelassenen Bereich. Die Industrie-Ausstellung integriert in diesem Jahr erstmalig einen Bereich, der ausschließlich Start-ups und Medizintechnik-Neuentwicklungen mit CE-Kennzeichnung aus dem letzten Jahr zeigt.

Fazit

Die DOG 2026 positioniert sich als Kongress, der wissenschaftliche Exzellenz, europäische Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung zusammendenkt. Für niedergelassene Augenärztinnen und Augenärzte, Klinikpersonal und Forschende bietet das Programm relevante Orientierung in einem Fachgebiet, das sich technologisch und strukturell im Wandel befindet.

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