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FLACS bei Diabetes-Patienten: Femtosekundenlaser-Kataraktchirurgie unter der Lupe

Verified specialist (anonymous)4 min read

Eine 2025 publizierte Studie untersuchte die Sicherheit der femtosekundenlaser-assistierten Kataraktchirurgie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Trotz erhöhtem Komplikationspotenzial gilt das Verfahren als sicher, mit einer biologischen Besonderheit.

FLACS bei Diabetes-Patienten: Femtosekundenlaser-Kataraktchirurgie unter der Lupe

Worum es geht

Die femtosekundenlaser-assistierte Kataraktchirurgie (FLACS) übernimmt einzelne Schritte der Phakoemulsifikation: die Kapsulotomie, die Hornhautinzisionen und die Fragmentierung des Linsenkerns. Der Anspruch ist eine höhere Reproduzierbarkeit gegenüber der manuellen Technik. Für Patientengruppen mit erhöhtem Risiko ist die Datenlage jedoch besonders relevant.

Die Studie

Eine in Ophthalmology and Therapy (2025) veröffentlichte Arbeit aus Tianjin untersuchte 41 Personen mit Typ-2-Diabetes mellitus. Der Laser führte dabei Kapsulotomie, Hornhautinzisionen und Linsenkernfragmentierung durch. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob das Verfahren bei dieser Risikogruppe sicher anwendbar ist.

Das Ergebnis

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die FLACS bei Patienten mit Diabetes mellitus trotz erhöhtem Komplikationspotenzial sicher ist. Auffällig war jedoch eine besonders hohe Ausschüttung von Prostaglandin E2 (PGE2). Diese erhöhte PGE2-Freisetzung stellt einen biologischen Unterschied gegenüber Nicht-Diabetikern dar, beeinträchtigt nach Einschätzung der Autoren aber nicht die grundsätzliche Sicherheit des Verfahrens.

Einordnung für die Praxis

Die erhöhte PGE2-Ausschüttung ist klinisch bedeutsam, weil Prostaglandine an entzündlichen Reaktionen und an der Miosis während des Eingriffs beteiligt sind. Für die perioperative Planung bei Diabetikern unterstreicht der Befund die Bedeutung einer sorgfältigen entzündungshemmenden Begleittherapie.

Größeres Bild

Unabhängig von dieser Einzelstudie bleibt der Stellenwert der FLACS in der Augenheilkunde Gegenstand der Diskussion. Gesundheitstechnologie-Bewertungen wie die des IQWiG haben den Zusatznutzen gegenüber der konventionellen Phakoemulsifikation kritisch geprüft. Gleichzeitig treiben Miniaturisierung der Laserplattformen, zunehmende Automatisierung und KI-Integration die technische Entwicklung weiter. Studien zu definierten Subgruppen, wie hier den Diabetikern, helfen, das Indikationsspektrum differenzierter zu fassen.

Sources